Mit Führerschein C oder CE und gültigem Code 95 kannst du dich direkt auf die meisten Lkw-Stellen bewerben. Am 9. Oktober 2026 zeigte karriere.at 201 Inserate für „LKW Fahrer“. Hier steht, was die Arbeitgeber verlangen und wie du die passende Stelle findest.
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Was die Inserate verlangen
Wir haben am 9. Oktober 2026 die Inserate für „LKW Fahrer“ und „Berufskraftfahrer“ auf karriere.at gelesen. Diese Bedingungen standen am häufigsten in den Kurzbeschreibungen:
- Führerschein C oder C+E: Für Sattel- und Hängerzüge brauchst du CE. Einige Stellen für Verteilerverkehr reichen schon mit C, eine Stelle mit Tagestouren verlangte sogar nur C1.
- C95: Der Fahrerqualifizierungsnachweis (Code 95) stand in den meisten Inseraten mit Führerschein-Anforderung, oft als „C95-Ausbildung erforderlich“.
- Fahrerkarte: Für Fahrzeuge mit digitalem Tachografen. Ein Holztransport-Inserat nannte sie ausdrücklich.
- ADR-Schein: Für Gefahrgut, vor allem beim Tankwagen. Für Heizöl- und Treibstofflieferung war er „wünschenswert“ oder Pflicht.
- Kranschein: Für Lkw mit Ladekran, zum Beispiel in der Baustofflieferung.
- Fahrpraxis: Manche Stellen wollen „erste Erfahrungen“, andere ein bis zwei Jahre, ein Tankwagen-Inserat sogar mindestens fünf Jahre mit CE.
Prüf zuerst deine Papiere
Bevor du dich bewirbst, schau auf die Daten in deinem Führerschein:
| Papier | Wie lange gültig | Was du tun musst |
|---|---|---|
| Lenkberechtigung C / CE | 5 Jahre (FSG § 17a) | Verlängern mit ärztlichem Gutachten (50 €) und Verlängerungsgebühr (16 €) |
| Code 95 (Fahrerqualifizierungsnachweis) | 5 Jahre (GütbefG § 19) | 35 Stunden Weiterbildung bei einer ermächtigten Ausbildungsstätte |
| Alte Lenkberechtigung C, vor dem 1.11.1997 erteilt | erlischt mit dem 48. Geburtstag | Vorher verlängern lassen |
Die Gebühren stammen von oesterreich.gv.at (Stand 2026). Ist dein Code 95 abgelaufen, darfst du erst wieder gewerblich Güter fahren, wenn du die Weiterbildung nachweist (Güterbeförderungsgesetz § 19b). Wie das geht, steht in C95 verlängern.
Nahverkehr oder Fernverkehr?
Viele Inserate in Österreich werben mit „tägliche Heimkehr“, „Tagestouren“ oder „Nahverkehr“. Das heißt meist: Du fährst in deiner Region und schläfst zu Hause. Im Fernverkehr bist du oft mehrere Tage unterwegs. Am 9. Oktober 2026 sahen wir unter anderem diese Angebote im Inseratstext:
- Tagschicht Montag bis Freitag mit täglicher Heimkehr (Baustofflieferung mit Kran)
- 5-Tage-Woche, freitags Arbeitsende zu Mittag (Holztransport)
- 4-Tage-Woche mit täglicher Heimkehr (Kundenbelieferung)
- Feste Tourenplanung im Nahverkehr (Belieferung von Malerbedarf)
Frag im Gespräch immer nach, wann die Touren beginnen und ob du selbst be- und entlädst.
In welchen Branchen gesucht wird
Die Inserate vom 9. Oktober 2026 kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Das zeigt dir, wo du außer bei klassischen Speditionen noch suchen kannst:
- Entsorgung: Müllsammel-, Kipper-, Absetz- und Abrollfahrzeuge.
- Baustoffe und Bau: Lieferung mit Ladekran, oft mit Tagschicht.
- Holz: Transport von Holzprodukten und Fertigteilen.
- Energie: Heizöl- und Treibstofflieferung mit Tankwagen, meist mit ADR.
- Handel: Belieferung von Kunden mit Waren, zum Beispiel Malerbedarf oder Spenglerbedarf.
Wenn du nach „LKW Fahrer“ suchst, findest du nicht alle diese Stellen. Probier auch Suchwörter wie „Berufskraftfahrer“, „Kraftfahrer“, „Tankwagenfahrer“ oder „C/E-Fahrer“.
Was die Stellen zahlen
Laut Gehaltskompass des AMS beginnt ein Lkw-Fahrer mit 1.880 bis 2.570 € brutto im Monat (Mindestwerte aus den Kollektivverträgen, Stand 2025). In den Inseraten auf karriere.at lagen die Angaben am 9. Oktober 2026 zwischen 2.550 und 3.500 € im Monat, oder ab 13,50 bis ab 14,80 € pro Stunde. Tankwagen-Stellen mit ADR lagen am oberen Ende. Alle Zahlen und wie du sie vergleichst: Lkw-Fahrer Gehalt in Österreich.
Wo du suchst
- karriere.at: 201 Treffer für „LKW Fahrer“ und 163 für „Berufskraftfahrer“ (9. Oktober 2026). Du kannst nach Ort und Umkreis filtern und einen Job-Alarm anlegen.
- AMS: Im Stellenangebot des AMS findest du ebenfalls Fahrerjobs. Wenn du arbeitslos gemeldet bist, kann dir deine Beraterin oder dein Berater passende Stellen schicken.
- LinkedIn: Für „Lkw Fahrer“ in Österreich zeigte LinkedIn am selben Tag 263 Stellen.
- Direkt bei Firmen: Viele Speditionen, Entsorger und Händler suchen auch auf ihrer eigenen Website und auf Facebook.
Die Zahlen der Portale überschneiden sich. Zähl sie nicht zusammen.
Wer gerade inseriert
Auf karriere.at suchten am 9. Oktober 2026 unter anderem hofmann & neffe, West Bridge, EnergieDirect, J. u. A. Frischeis, Josef Sieber, EISENKIES Spenglerbedarf, ACS Handels und Anderl Transport nach Fahrern. In der Werbebibliothek von Meta warben am selben Tag auch Jobs by Kröswang, Giuliani Transporte, Morandell, Gassner und Randstad Österreich um Lkw-Fahrer. Diese Firmen sind nicht unsere Partner. Wir sind kein Arbeitgeber und keine Vermittlung, und Inserate können schon geschlossen sein.
So bewirbst du dich
- Papiere kopieren: Führerschein (Vorder- und Rückseite mit Code 95), Fahrerkarte, ADR-Bescheinigung und Kranschein, wenn du sie hast.
- Kurzen Lebenslauf schreiben: Welche Fahrzeuge du gefahren bist (Sattelzug, Kipper, Tankwagen, Kran), wie lange und in welcher Region.
- Anrufen statt nur schreiben: Ein kurzer Anruf zeigt Interesse, und du klärst offene Fragen gleich.
- Probefahrt einplanen: Frag, ob es eine Probefahrt gibt, und nimm deine Papiere mit.
- Vertrag lesen: Welcher Kollektivvertrag gilt, wie werden Überstunden bezahlt, befristet oder unbefristet?
Fragen fürs Gespräch
- Welche Fahrzeuge und welche Touren fahre ich?
- Muss ich selbst be- und entladen?
- Wie wird die Arbeitszeit aufgezeichnet und wie werden Überstunden ausbezahlt?
- Wer zahlt meine nächste C95-Weiterbildung?
Häufige Fragen
Ich habe C schon seit vor 2009. Brauche ich die Grundqualifikation?
Nein. Wer die Lenkberechtigung C1, C1E, C oder CE vor dem 10. September 2009 bekommen hat, braucht keine Grundqualifikation, aber die Weiterbildung von 35 Stunden (Güterbeförderungsgesetz § 19b).
Ich habe C, aber kein CE. Gibt es Jobs?
Ja. Verteiler- und Kipperjobs laufen oft mit Solo-Lkw. Für Sattelzüge brauchst du CE.
Unabhängige Informationsseite – nicht verbunden mit dem AMS, karriere.at, Behörden, Fahrschulen oder Arbeitgebern. Wir sind kein Arbeitgeber und keine Vermittlung. Die Angaben aus Inseraten stammen von karriere.at, gelesen am 9. Oktober 2026.