Verkehrsbetriebe in ganz Österreich suchen Buslenker mit Führerschein D und D95. Was du für den Einstieg brauchst, hängt von deinem Führerschein ab. Tippe unten auf deine Klasse 👇
👇 Tippe auf deine Führerscheinklasse
Nur Klasse BSo startest du
C / CE vorhandenVom Lkw zum Bus
D95 läuft abSo verlängerst du
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Welcher Führerschein für welchen Bus?
In Österreich heißt der Führerschein offiziell „Lenkberechtigung“. Die Klassen stehen im Führerscheingesetz (FSG § 2), das Mindestalter in FSG § 20. Für die Arbeit als Buslenker zählen vor allem diese Klassen:
| Klasse | Was du damit fährst | Mindestalter |
|---|---|---|
| B | Pkw, aber keinen Bus | 18 |
| D1 | Kleinbus mit höchstens 16 Plätzen außer dem Lenker, höchstens 8 m lang | 21 |
| D1E | D1-Bus mit Anhänger über 750 kg | wie D1 |
| D | Bus mit mehr als 8 Plätzen außer dem Lenker, also der „große“ Bus im Linien- und Reiseverkehr | 24, oder 21 mit Fahrerqualifizierungsnachweis (D95) |
| DE | D-Bus mit Anhänger über 750 kg | wie D |
Quelle: oesterreich.gv.at, „Lenkberechtigung für die Klassen C bis F“ (Stand 1. September 2026), FSG § 2 und § 20. Für D und D1 brauchst du vorher die Klasse B. Für DE brauchst du die Klasse D. Wer D hat, darf auch D1 fahren. Und wer CE und D hat, darf laut FSG auch DE fahren.
Welche Box passt zu dir?
D / DE vorhanden
Du hast den Busführerschein schon. Für die Arbeit brauchst du dazu den gültigen Code 95 („D95“) und eine Fahrerkarte. Genau diese drei Dinge standen am 12. Oktober 2026 in den Inseraten, die wir gelesen haben. Wie du die Stellen findest und worauf du achtest, steht in Busfahrer mit Führerschein D/DE: So findest du Jobs in Österreich.
Nur Klasse B
Dann machst du die Ausdehnung auf die Klasse D und die Grundqualifikation für den Code 95. Dazu kommen ein ärztliches Gutachten, ein verkehrspsychologisches Screening und ein Erste-Hilfe-Kurs mit 16 Stunden. Alle Schritte und die Gebühren des Staates findest du in Nur Klasse B: So kommst du zum Busführerschein D und zur D95.
C / CE vorhanden
Du fährst schon Lkw? Dann ist der Weg kürzer. Die Klasse D machst du zwar neu, aber mit weniger Theoriestunden. Hast du schon die Grundqualifikation für den Güterverkehr, fällt ein Teil der Theorieprüfung weg. Die praktische Prüfung machst du aber ganz. Mehr in Vom Lkw zum Bus: So steigst du mit Führerschein C/CE um.
D95 läuft ab
Der Code 95 gilt fünf Jahre. Davor brauchst du 35 Stunden Weiterbildung bei einer Ausbildungsstätte, die der Landeshauptmann ermächtigt hat. Ist der Code schon abgelaufen, machst du die Weiterbildung, bevor du wieder gewerblich fährst. Alles dazu in D95 verlängern: So funktioniert die Weiterbildung für Buslenker.
Was ist die D95?
Wer Fahrgäste gewerblich mit einem Bus der Klassen D1, D1E, D oder DE befördert, braucht neben dem Führerschein den Fahrerqualifizierungsnachweis. Er wird als Code 95 in den Führerschein eingetragen und gilt fünf Jahre. Für den Linienverkehr steht das im Kraftfahrliniengesetz (KflG § 44a), für den Reise- und Gelegenheitsverkehr im Gelegenheitsverkehrs-Gesetz (GelverkG § 14a). In Inseraten und beim AMS heißt das meist kurz „D95“.
Wer die Busklasse nach dem 9. September 2008 zum ersten Mal bekommen hat, macht zuerst die Grundqualifikation: eine theoretische Prüfung vor einer Kommission und eine praktische Prüfung (KflG § 44b). Danach folgt alle fünf Jahre eine Weiterbildung von 35 Stunden (KflG § 44c). Wer die Busklasse schon vor dem 10. September 2008 hatte, braucht keine Grundqualifikation, aber die Weiterbildung.
Was kostet der Weg zum Busführerschein?
Die Preise der Fahrschulen und der Erste-Hilfe-Kurse haben wir nicht geprüft. Sie sind je nach Anbieter verschieden. Hol dir also mehrere Angebote. Fix sind die Gebühren des Staates (oesterreich.gv.at, Stand 2026, und GWB § 10):
| Gebühr | Betrag |
|---|---|
| Ausdehnung der Lenkberechtigung (du hast schon B) | 73 € |
| Ärztliches Gutachten für Klasse D | 50 € |
| Verkehrspsychologisches Screening (nur Klasse D) | 130 € |
| Theoretische Fahrprüfung, eine Klasse | 11 € |
| Praktische Fahrprüfung, pro Klasse | 90 € |
| Praktische Prüfung D kombiniert mit der Prüfung für den Code 95 | 180 € |
| Prüfung der Grundqualifikation | 330 € |
Unsere Rechnung: Ohne Grundqualifikation zahlst du ab rund 350 € an staatlichen Gebühren, mit Grundqualifikation bis rund 770 €. Dazu kommen immer die Fahrschule und der Erste-Hilfe-Kurs. Ob sich die 180 € und die 330 € teilweise überschneiden, klärst du am besten bei deiner Fahrschule. Mehr in Nur Klasse B.
Wer kann die Kosten übernehmen?
Wenn du arbeitslos gemeldet bist, kann das AMS mit der Kursbeihilfe bis zu 100 % der belegten Kurskosten übernehmen. Die Entscheidung trifft das AMS im Einzelfall, und du musst vor Kursbeginn mit deinem AMS sprechen. Manche Arbeitgeber werben außerdem damit, die Ausbildung zum Buslenker zu bezahlen. Lass dir die Bedingungen dann schriftlich geben, zum Beispiel, wie lange du danach bleiben musst.
Was verdienen Buslenker?
Für private Autobusbetriebe gilt der Kollektivvertrag (KV) der Wirtschaftskammer. Laut Lohnordnung, gültig ab 1. Jänner 2026, liegt der Mindestlohn für Kraftfahrer im 1. bis 10. Jahr im Betrieb bei 17,14 € brutto pro Stunde. Bei 40 Stunden pro Woche sind das 2.968,65 € im Monat. Dazu kommen laut KV Urlaubsbeihilfe und Weihnachtsremuneration, also 14 Zahlungen im Jahr. Das ist eine Untergrenze, kein Versprechen. Mehr Zahlen und echte Inserate: Busfahrer Gehalt in Österreich 2026.
Wo die Bus-Jobs sind
Am 12. Oktober 2026 zeigte willhaben 11 Jobs für „Busfahrer“ und 10 für „Buslenker“. Auf karriere.at waren es 7 Inserate für „Buslenker“. Die Suchen überschneiden sich, also nicht zusammenzählen. Auch das AMS hat ein Stellenangebot. Die Zahl der Bus-Inserate online ist klein. Viele Verkehrsbetriebe suchen auch auf ihrer eigenen Website.
Wo werden neue Buslenker ausgebildet? Laut Statistik Austria (Führerscheine 2025, veröffentlicht am 26. August 2026) wurden 2025 in Österreich 1.256 neue Lenkberechtigungen der Klasse D erteilt, 2024 waren es 1.652. Die meisten in Wien (373), der Steiermark (187), Oberösterreich (173) und Tirol (164).
Wer den Busführerschein macht
Busfahren ist oft ein zweiter Beruf. Von den 1.256 neuen D-Führerscheinen 2025 gingen 395 an Menschen zwischen 25 und 34 Jahren, 386 an 35- bis 44-Jährige und 265 an 45- bis 54-Jährige (Statistik Austria). Unsere Rechnung: Rund 83 % waren zwischen 25 und 54 Jahre alt. Viele kommen also aus einem anderen Job.
Die Regeln, die für alle gelten
- Gültigkeit: Die Klassen D und DE gelten fünf Jahre. Für jede Verlängerung brauchst du ein ärztliches Gutachten (FSG § 17a). Die Verlängerung selbst kostet 16 €.
- Alter: D ab 24 Jahren, mit Fahrerqualifizierungsnachweis schon ab 21 (FSG § 20).
- Erste Hilfe: Für D brauchst du einen Erste-Hilfe-Kurs mit 16 Stunden, für D1 reichen 6 Stunden Sofortmaßnahmen.
- Screening: Nur für D kommt zum ärztlichen Gutachten ein verkehrspsychologisches Screening dazu. Geprüft werden zum Beispiel Beobachtung, Konzentration und Belastbarkeit.
- Alkohol: Für Busse der Klasse D gilt 0,1 Promille.
- Weiterbildung: 35 Stunden alle fünf Jahre, damit dein Code 95 gültig bleibt.
Wer gerade inseriert
Damit du ein Gefühl für die Branche bekommst: Auf willhaben und karriere.at suchten am 12. Oktober 2026 unter anderem die Österreichische Postbus AG, die Dr. Richard Gruppe, die Stern Gruppe, die Steiermärkischen Landesbahnen und die Wiener Linien Buslenker. Diese Firmen sind nicht unsere Partner. Wir sind kein Arbeitgeber und keine Vermittlung, und Inserate können schon geschlossen sein.
Häufige Fragen
Bin ich mit 45 oder 50 zu alt für den Busführerschein?
Eine Altersgrenze nach oben gibt es im FSG nicht. Du brauchst aber das ärztliche Gutachten und für die Klasse D das Screening. 2025 waren 265 der neuen D-Führerscheine von Menschen zwischen 45 und 54 Jahren, 70 von Menschen zwischen 55 und 64 (Statistik Austria).
Linienbus oder Reisebus: Was ist der Unterschied?
Im Linienverkehr fährst du nach Fahrplan feste Strecken, verkaufst und kontrollierst Fahrscheine und gibst Auskunft (AMS Karrierekompass). Im Reiseverkehr bringst du Gruppen zu Ausflügen und Reisen und kümmerst dich um Gepäck und Route. Für beide brauchst du D und D95.
Vermittelt diese Seite Jobs?
Nein. Wir vermitteln keine Stellen, keine Fahrschulen und keine Förderung. Wir versprechen dir weder einen Job noch ein Gehalt. Jeder Arbeitgeber und das AMS entscheiden selbst. Diese Seite hilft dir nur, deinen nächsten Schritt zu planen.
Unabhängige Informationsseite – nicht verbunden mit dem AMS, Behörden, Verkehrsbetrieben, Fahrschulen oder Arbeitgebern. Wir sind kein Arbeitgeber und keine Vermittlung. Regeln, Gebühren und Löhne ändern sich; prüfe vor einer Entscheidung die offiziellen Quellen (oesterreich.gv.at, ris.bka.gv.at, ams.at, wko.at).